Projekt refuKey

Ausbau von regionalen Strukturen zur Versorgung traumatisierter Flüchtlinge in Niedersachsen

[Zum refuKey-Poster (PDF)]

[Zur Pressemitteilung vom 22. Februar]

Psychiatrische Kliniken und Psychosoziale Zentren sind in der Behandlung traumatisierter Flüchtlinge aufeinander angewiesen und bieten unterschiedliche Zugänge zu ihren Angeboten (→ Stepped Care Ansatz). Durch eine Verzahnung dieser Prozesse bildet refuKey den Schlüssel zu einer optimalen Versorgung.

Flüchtlinge weisen eine deutlich erhöhte psychiatrische Morbidität auf. Gleichzeitig bestehen für diese Personengruppe spezifische Zugangsbarrieren, die zu einem Versorgungsdefizit („Treatment Gap“) führen. Zu diesen Zugangsbarrieren zählen:

Um dieses Versorgungsdefizit und damit die Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen zu verbessern, wurden in Niedersachsen flächendeckend Kompetenzzentren gebildet, in denen Kliniken und auf Flüchtlinge spezialisierte Einrichtungen eng zusammenarbeiten. Mit diesem neuen Behandlungsansatz gehört das Bundesland zu den Vorreitern in der Versorgung geflüchteter Patient/innen. Da es für Flüchtlinge im ländlichen Raum noch schwieriger ist, geeignete Hilfe in Anspruch zu nehmen, wurden die refuKey-Standorte in verschiedenen Regionen Niedersachsens eröffnet. Ziel ist eine flächendeckende und zeitnahe Versorgung der Menschen.

Was ist der Vorteil für die Kliniken?

→ Unterstützung der Klinikmitarbeiter bei der Behandlung einer stetig wachsenden Patientengruppe, die im regulären Klinikalltag einen hohen bürokratischen Aufwand erzeugt und deren Behandlung mit asylrechtlichen, sprachlichen und kulturellen Hürden verbunden ist.
→ Durch zielgruppenbezogene verbesserte medizinische Qualität wird der sogenannte „Drehtür-Effekts“ reduziert
→ Abbau von Frust bei den Klinik-Mitarbeiter/innen
→ Optimierung der Versorgung und Chance zum Aufbau einer Spezialexpertise
→ Beteiligung an Studien und begleitender Evaluationsforschung
→ Publikationen
→ Aufbau von positiver Außenwirkung
→ Alleinstellungsmerkmal